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Wenn Frau Holle zaubert …

… lässt sich das auch mit Physik erklären


„Jö schau, der erste Schnee“. Egal wie alt man ist, egal ob man den Winter mag oder nicht, egal wo man zu Hause ist – kaum wirbeln die ersten Schneeflocken des Jahres vor dem Fenster, kommt spontan Freude auf. Das liegt auch an seiner schönen weißen Farbe, die so viel Licht ins dunkle Wintergrau bringt.

Wie das, fragt man sich, wo Wasser doch durchsichtig und Schnee bekanntermaßen gefrorenes Wasser ist? Tatsächlich sind die einzelnen Schneekristalle, die meist die Form eines sechseckigen Prismas und damit viele Oberflächen haben, ebenso durchsichtig wie Wasser. Ballen sich diese Kristalle jedoch zu Schneeflocken zusammen, zeigen sie in alle möglichen Richtungen und das Licht findet haufenweise Einfallswinkel, bei denen es komplett reflektiert wird – und zwar alle Farbanteile, was in Summe Weiß ergibt.

Die Oberflächen der Kristalle wirken dann wie kleine Spiegel, was beim Blick auf eine im Sonnenlicht glitzernde Schneefläche offensichtlich wird. Außerdem besteht Schnee zu einem Großteil aus Luft, um die herum sich die Kristalle anordnen. An den Grenzflächen zwischen Luft und Eis wird das Licht abgelenkt (der Physiker spricht von Lichtbrechung) und es zerstreut sich innerhalb der Schneeflocke. So entsteht ein diffuser, milchiger Eindruck.

Der hohe Luftanteil im Schnee ist im Übrigen auch der Grund, warum ein Treffer mit einem Schneeball weitaus weniger schmerzhaft ist, als würde man von einem Brocken Eis getroffen. Auch absorbiert die Luft Schall, worauf sich der Adventklassiker „Leise rieselt der Schnee“ treffend bezieht. Zu guter Letzt isoliert die Luft in der weißen Pracht hervorragend, was die Pflanzen unter einer dicken Schneedecke vor klirrendem Frost schützt.

Ach ja: Dank der Luft fällt man im Schnee auch deutlich weicher als auf blankem Eis.



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