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Lodenwalke Ramsau am Dachstein, Foto Gernot Langs
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Gut gewalkt

High-Tech aus der Natur


Wenn wir auf Tour gehen, sind wir gut verpackt in Funktionskleidung. Besonders hohe Anforderungen stellen wir an unsere Jacke, die uns vor Wind und Wetter schützen soll, ohne uns darin zu ersticken. Sie soll wärmend, windundurchlässig, regenabweisend und atmungsaktiv gleichzeitig sein. Heute löst man diese Problemstellung mit High-Tech-Materialien aus Kunststoffmembranen.

Als man das noch nicht konnte, musste man trotzdem nicht frieren – man hüllte sich einfach in einen Lodenmantel, ansehnlich dokumentiert in zahllosen Heimatfilmen. Das Ausgangsprodukt, reine Schafwolle, lässt sich nämlich mit traditionellen Techniken zu einem quasi natürlichen High-Tech-Stoff verarbeiten, der alle modernen Anforderungen erfüllt. Zuerst wird der Faden gesponnen, danach gewebt und anschließend in der sogenannten Walke malträtiert. Dabei wird er als Nasses so lange geknetet – „gewalkt“ -  bis er verfilzt. Dadurch bleibt die Wolle zwar atmungsaktiv, doch der Stoff wird fest, wärmend und wasserabweisend.

Die älteste noch in Betrieb befindliche Lodenwalke steht in Ramsau am Dachstein, ein weiterer wunderschöner Betrieb mit Besichtigungsmöglichkeit in Mandling/Pichl bei Schladming. Bei Loden Steiner wird der Schladminger Loden aus steirischer Schafwolle auf der alten Hammerwalke aus dem Jahr 1888 erzeugt. Die Weidegründe der Schafe liegen in der schönen Bergwelt der Tauern und des Dachstein ringsum.



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