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Abakusmänner in mitten blühender Obstbaümen - Foto: Melbinger
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Abakus

Der (heilige) Geist des Apfels


Im steirischen Apfelland östlich von Graz liegt nahe Weiz das „Apfeldorf“ Puch. In Bezug auf Qualität und Vermarktung ihrer Spitzenprodukte sind die Apfelbauern eine verschworene Gemeinschaft. Das zeigen und zelebrieren sie auch, aber nicht mit lauter platter Werbung, sondern mit einem Apfeledelbrand, der seinesgleichen sucht – aber nicht findet.

Unter dem Zeichen des Raben, und einem Abakus an der Hofeinfahrt, brennen die 23 in dunkle Mönchskutten gekleideten Apfelmänner einmal im Jahr in einer geheimen Zeremonie ihre besten Früchte zum „Abakus – „Die Vergeistigung des Apfels“. Eine Flasche des Edelbrands ist dem Abellio, der keltischen Apfelgottheit gewidmet und wird in die Friedhofsmauer von Puch eingemauert. Das klingt zwar etwas übertrieben, aber der sensationelle Geschmack des Abakus rechtfertigt das „Drumherum“.

Drumherum (um Puch) findet sich übrigens eine herrliche Hügellandschaft mit wenig befahrenen Straßen für ausgedehnte Radtouren ins Reich des Apfels vor der Kulisse des schon seit der Kupfersteinzeit besiedelten Berges Kulm mit naheliegender hochgeistiger Belohnung.



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